So geht’s mit der App

Es ist immer ein besonderer Moment. Jemand hat ein Problem, eine Verletzung, steckt in einer Situation, in der er sich selbst nicht helfen kann. Dafür gibt es viele ausgebildete Helfer. Nicht nur wir, die ehrenamtlich oder sogar hauptberuflich retten und helfen, sondern jeder in erster Hilfe ausgebildete Mensch kann dann der Person helfen.
In der Situation allerdings ist man selbst aufgeregt und vielleicht am Anfang ein wenig überfordert, denn schließlich hat ja keiner mit der Situation gerechnet. Hingegen jeder nun ja fast jeder hat ein Smartphone heutzutage. Damit kann man schon mal schnell 112 und damit die Rettung informieren und Hilfe alarmieren. Das funktioniert auch ohne Netz und ohne mobile Datenverbindung. So hat man schon einmal viel für den Patienten getan, aber wie war das nochmal mit der stabilen Seitenlage oder wie lege ich wo einen Druckverband an. Wo muss man eigentlich bei der HLW drücken und wo pusten? Wie erkenne ich als Laie, dass jemand nicht betrunken ist, sondern einen Schlaganfall haben könnte. Das sind Fragen in schwierigen Situationen, die man auch mal nicht sofort vollständig parat haben kann. Natürlich wäre es besser man ist voll informiert und im Training.

Auf dem Smartphone und unter der Voraussetzung man hat Netz und mobiles Internet könnte man einerseits kurze Infos vom Leitstellendisponenten bekommen. Alternativ könnte einem die Idee kommen im Internet nach Lösungen und Maßnahmen zu suchen. Das ist ehrlich gesagt eher nicht die beste Lösung. Zuerst muss man die richtigen Suchbegriffe wissen, richtige und verlässliche Quellen finden und dann auch noch die Dinge anwenden in einer angemessenen Zeit.

Es geht auch viel leichter. Für solche Situationen gibt es sinnvolle Apps. In diesem Fall nehmen wir dazu als Beispiel die „erste Hilfe-App“ der Malteser. Es gibt auch von anderen HiOrgs oder anderen Personen oder Vereinen etc. Apps zu diesem Thema. Es geht hier nur um das Prinzip und der sehr einfachen Aufmachung der App sowie dem Nutzen in der Situation helfen zu können. Zu bekommen ist die App für Android-Geräte HIER und für iOS-Geräte HIER. Beide Apps sind kostenlos und können so heruntergeladen werden. Selbst wenn vielleicht andere Apps etwas Geld kosten, so lohnt es sich trotzdem dieses Geld zu investieren, weil damit bestimmt keine überteuerten Managergehälter gezahlt werden. Die Installation geht schnell, da es nur unter 4 MB Speicherplatz bedarf. Zudem kommt keine Anfrage nach Berechtigungen am Smartphone. Dies sind die Beispielinformationen für Android. Aber auch unter iOS geht es fix und ist klein. Als Einschränkung muss man sagen, dass die App für die Version Android 2.3 entwickelt wurde und wir inzwischen schon bei Version 7 sind. Daraus resultierend sind die Darstellung und das typische Benutzen ein wenig einfach gestrickt. Im Notfall somit auch gar nicht hinderlich, denn man möchte ja schnell und einfach Hilfe erhalten. Diese bekommt man einfach über den unteren mittleren Menüpunkt Notruf absetzen. Sollte man nicht der Anrufer sein, kann man so den Anrufer unterstützen bei dem was er melden muss. Über den ersten Punkt Notfallkette, denn in dieser befinden wir uns ja am Unfallort oder beim Patienten, beginnt die aktive Hilfe vor Ort. Zuerst müssen wir an uns selbst denken und uns und die Situation absichern, beispielsweise bei einem Brand oder einem Verkehrsunfall. Danach geht es um die mögliche Bergung oder den Transport von Verletzten aus einem gefährdeten Bereich, sofern dies möglich ist. Durch Bilder, kurze einfache und wichtige Stichpunkte weiß der Nutzer was er zu tun hat um zu helfen. Beispielsweise gehört es dazu wie er einen Patienten mit dem Rautek-Griff retten kann. Weiterhin wird gezeigt was der Nutzer machen sollte, wenn der Patient nicht bei Bewusstsein ist und nach der Auswahl was passieren sollte, wenn er noch atmet. Durch den strukturierten Aufbau wird man immer wieder weitergeleitet in den Maßnahmen, Abschnitten der Notfallkette und der Behandlung. Über den Punkt „mehr“ kann man auch weitere Infos zu weiteren Krankheitsbildern erhalten und ggf. dieses Wissen anwenden.

Die weiteren Menüpunkte sind ebenfalls interessant treffen aber eher nicht auf die Notfallsituation zu.

Diese App kann jedem einmal in der Situation helfen und man wünscht es sich, dass jedem so geholfen wird. Dabei ist es unerheblich ob derjenige (leider) schon zu lange nicht mehr im erste Hilfe Kurs war oder sich nicht mehr so ganz erinnert. So ist es trotzdem möglich das richtige zu tun um Menschen zu helfen.

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