Jeder kann helfen!

Es gibt verschiedene Studien und Rechenbeispiele wie oft ein RTW einer jeden Hilfsorganisation oder von privaten Trägern ausrückt. Mitunter bestimmt jede Minute in ganz Deutschland. Es gibt Hilfsfristen, die eingehalten werden müssen. Diese sind unterschiedlich straff. Auf dem Land, wenn leider viel passiert, ist natürlich die Zeit knapp. Auch auf Sandiensten müssen Sanitäter erstmal vor Ort sein. Das geht natürlich schneller, als wenn erst der RTW anrückt, aber auch hier können Minuten vergehen. Vielleicht entscheidende Minuten. Trotz der Ausbildung und auch Erfahrung sind wir nicht die Einzigen, die helfen können.

Jeder kann helfen. Jeder muss nach dem Gesetz auch helfen. Natürlich kann die Hilfe unterschiedlich ausfallen. Wichtig bleibt es wird geholfen.

Das einfachste und mitunter wichtigste Mittel ist, wenn es drauf ankommt, vielleicht nicht immer im Kopf. Den Notruf absetzen! Auch wenn man ausgebildet ist, so fehlen einem doch irgendwann Geräte, Medikamente und ein geeigneter Transportwagen. Diese Unterstützung wird kommen, nachdem man den Notruf gemeldet hat. Immer.

Natürlich werden in Deutschland auch andere Maßnahmen zur Versorgung von Patienten getroffen. Eigentlich sollte jeder einen Erste-Hilfe Kurs besucht haben. Die Meisten bestimmt wegen dem Führerschein. Auch andere Gründe sind da um einen Kurs zu machen. Aber oft ist dieser Kurs schon jahrelang her. Vielleicht auch noch nicht mal so lange. Der Dozent hat versucht allen viel beizubringen. Viele Wörter bleiben im Kopf. Wiederbelebung, Druckverband oder eine bestimmte Lage sind hängen geblieben. Selbst Kinder lernen in bisher noch wenigen Schulen schon die Erste Hilfe. Sie können im Notfall fast genauso gut helfen, wie Erwachsene. Schaden kann es nicht die Inhalte aus dem Kurs wiederaufzufrischen. Einfach mit einem neuen Kurs um die gängigen, aber immer wirkungsvollen Methoden zu beherrschen.

Wenn das Wissen mal nicht im Kopf so verankert ist, so sollte zu mindestens der Notruf abgesetzt werden. Es ist keine direkte Versorgung, aber vor allem bei Kindern oder älteren Menschen ist die Betreuung ähnlich wichtig wie die Versorgung. Der Patient hat meistens Panik oder es geht ihm definitiv nicht gut, sonst wäre er ja kein Patient. Mit ihm reden und da sein, ist schon ein guter Ansatz. Außerdem zeigt es ein Stück Menschlichkeit.

Während man den Notruf schon abgesetzt hat, heißt es warten. Im Berufsverkehr und auf der Autobahn vielleicht bis zu 10 Minuten. Diese Zeit vergeht meistens sehr langsam, zu mindestens gefühlt. Problem ist diese Zeit kann für den Patienten enorm wichtig sein. Unter Umständen auch lebenswichtig. Wenn Menschen in der Nähe sind, könnte man auf jeden Fall um Unterstützung fragen. Es gibt ja auch andere Menschen, die beispielsweise einen Erste-Hilfe Kurs belegt haben. Sollten die aber grade es auch nicht wissen oder nicht zur Stelle sein, gibt es noch die ein oder anderen nützlichen Dinge.

Jeder hat heute ein Smartphone. Okay nicht jeder, aber viele sind es auf jeden Fall. Man hat einen Patienten, aber kann sich nicht mehr an den Ablauf der stabilen Seitenlage erinnern oder wann man sie anwenden sollte. Klar gibt es wie für alles Hilfen, beispielsweise kleine Karten, die man ins Portemonnaie stecken kann. Dort stehen wichtige Abläufe drauf. Ein Blick schadet nicht. Selbst wenn Gaffer anwesend sind. Genieren soll man sich nicht. Man hilft ja. Leider passen auf diese Karten nur begrenzte Informationen. Wenn man nicht gerade eine riesige Handtasche oder einen Rucksack dabeihat, in dem ein Medizinbuch drin ist, muss man sich anders helfen. Kommen wir zurück zu den Smartphones. Für diese gibt es Apps. Sehr viele und von bekannt bis hin zu sehr unbekannt. Mit Nutzen oder zum reinen Zeitvertreib und ach das hatte ich mal installiert Status. Für die verschiedensten Geräte gibt es Apps, die in unserer Situation helfen. Meistens kommen diese Apps von den HiOrgs oder von Verlagen und Versicherungen. Hier ist oftmals mit Bildern beschrieben was man in Notfall machen kann und vielleicht sogar sollte. Einige haben ein einfaches Menü mit Fragen, mit deren Beantwortung die richtige Hilfe angezeigt wird. Schauen sie doch mal in ihren Appstore nach diesen Apps. Sie verbrauchen nicht viel Speicher, ziehen nicht den Akku oder das Datenvolumen leer, sondern helfen ihnen nur.

Vielleicht steht in der App, dass sie einen AED benutzen sollen. AED bedeutet AUTOMATISCHER EXTERNENER DEFIBRILLATOR auf schlau. Oft wird er nur als Defi bezeichnet. Dieser kann ein Kammerflimmern erkennen und notfalls einen Schock abgeben, der dem Herzen einen Neustart verpasst. Keine Angst. So wie in Filmen, dass der Patient durch die Gegend zuckt und sich gleich bei ihnen bedankt ist es nicht. Man kann genauso wenig etwas falsch machen. Falls einer in der Nähe ist: Oftmals an öffentlichen Gebäuden und durch ein grünes Schild bezeichnet, zu finden, holen sie ihn oder lassen ihn holen. Einschalten und man bekommt genaue Anweisungen. Dieser Vorgang kann Menschen das Leben retten.

Nun kommt man nicht immer direkt als Helfer zu einem Patienten. Befinden wir uns auf der Autobahn. Es ist Berufsverkehr alle sind gestresst und es ist sowieso schon zu spät und man will zu Hause sein. Dann bremsen plötzlich alle. Viele schalten ihre Warnblinker ein. Warum das denn? Ganz einfach: um andere zu warnen. Wenn sie auf einen Stau, sprich auf stehende Autos oder sehr langsam fahrende Autos zu kommen, kann man durch die Warnblinker, die hinterherfahrende Fahrzeuge vorwarnen, um weitere Unfälle zu verhindern. Sollten die Autos langsamer werden, bitte auch auf eine weitere wichtige und sinnvolle Methode achten. Die Rettungsgasse. Bedeutet einfach, dass die Retter ja zum Patienten durchkommen müssen. Durch stehende Autos eher nicht möglich ohne weiteres. Deshalb fahren alle Autos auf ihrem Streifen zu ihrem näheren Fahrbahnrand. Die auf der linken Spur nach links, die auf der rechten natürlich nach rechts. Die in der Mitte eher auch nach rechts, da die rechte Spur etwas auf den Standstreifen ausweichen kann. Etwas Abstand zum Vordermann um notwendige Lenkmanöver spontan zu machen, sollte auch da sein. So kommen die verschiedensten Retter vorbei. Wichtig: auch der Abschleppdienst sollte vorbeikommen. Ohne die verschwindet das verunfallte Fahrzeug auch nicht von alleine.

Noch ein weiterer Tipp, der nicht nur auf der Autobahn zählt. Ja wie schon gesagt viele haben Handys, diese können auch Fotos und Videos machen. Dieses Gaffen und Patienten sowie Rettungsarbeiten filmen, müssen nicht sein! Es stört die Helfer und auch man selbst möchte, wenn man selbst Hilfe benötigt, nicht von Unmengen an Handyfilmern als Objekt dienen.

Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Allerdings sollte er eines ganz klar sagen: Helfen kann jeder!

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