Herzenswunsch KTW / RTW

Fangen wir mit den Begriffen an. Der Herzenswunsch steht für sich selbst, wird aber noch eine sehr große Rolle spielen. Als kleine und kurze Erinnerung für die beiden folgenden Abkürzungen zwei kurze Infos. Ein RTW oder Rettungswagen ist ein Transportfahrzeug in der Notfallrettung. Besetzt mit Notfallsanitätern, Rettungssassistenten und / oder Rettungssanitätern als Besatzung ist es der Auftrag Patienten erst zu versorgen und dann zu transportieren. Handelt es sich in erster Linie um nicht lebensgefährlichen Verletzungen oder nur Verlegungen zwischen Krankenhäusern wird oft der KTW eingesetzt. Der Krankentransportwagen ist in oftmals mit Rettungssanitätern besetzt und hat nur eine Grundausstattung zur Versorgung der Patienten.

Die Fahrzeugtypen in einem guten Zweck verbunden mit dem Herzenswunsch eines Menschen ist ein relativ neues Projekt welches zurzeit immer mehr an Bedeutung, Beliebtheit und Bekanntheit erlangt.

Noch einmal bei einer Familienfeier dabei sein, an die See reisen oder mit dem Ehepartner / der Ehepartnerin eine Veranstaltung besuchen oder in die Natur eintauchen sind nur wenige und allgemeine Wünsche von unheilbar und schwer kranken Menschen. Diese sind meist sehr viel individueller aber auch einfacher gehalten als diese Bespiele. Allerdings haben diese ganzen Wünsche große Hindernisse für die Patienten oder / und deren Angehörige. Man müsste beispielsweise die Möglichkeit im Liegen zu reisen ermöglichen oder Sauerstoff zur Verfügung zu stellen oder eine EKG Überwachung dauerhaft zu stellen, leisten um nur die allgemeinsten Probleme zu nennen. Dazu würden noch die Organisation und das Buchen von Tickets, Absprache mit dem Vor-Ort Service und anderen Beteiligten anstehen.

Mit einem Herzenswunsch KTW / RTW hat man das Fahrzeug, die dazugehörige Ausstattung, die benötigte Ausrüstung und die notwendige Besatzung um die Patienten mit allen Hilfsmitteln und Methoden zu versorgen. Nur für diesen Zweck wird das oder die Fahrzeuge freigehalten. Von der Bauform sind sie meistens auch nicht als Kastenwagen ausgeführt, sondern mit Fenstern um einen möglichen und guten Ausblick für die Patienten zu schaffen. Dauerhafte Sauerstoffversorgung ist vorhanden und somit einsatzbereit wie auch die durchgehende Vitalparameterüberwachung oder auch eine Medikamentengabe bei speziell ausgebildeten Helfern. Helfer, die den HW-KTW/RTW besetzen sind nicht nur normal ausgebildete Rettungskräfte, sondern erhalten eine zusätzliche Schulung. Diese bereitet auf die zu betreuenden, zu versorgenden und zu transportieren Patienten und deren Angehörige vor. Die Patienten kommen aus einem Hospiz oder einer besonderen Station aus dem Krankenhaus wo sie sonst keine wirkliche Möglichkeit haben sich außerhalb dieser Räumlichkeiten zu bewegen. Man muss darauf vorbereitet sein mit diesen schwer kranken Patienten unterwegs zu sein und was im Fall der Fälle alles passieren kann. Dazu gehören auch rechtliche Themen um mit den Vorkehrungen der Patienten in gewissen Fällen umzugehen zu wissen.

Die Fahrten eines HW- KTW/RTW finden nicht im Zuge des normalen Rettungsdienstes statt und werden somit auch nicht normal wie alltägliche Fahrten abgerechnet. Das bedeutet genauer gesagt, dass die Kosten für Fahrzeug, Ausflug, Ausbildung, Technik u.ä. über Spenden finanziert werden müssen. Nur wenn die Kosten gedeckt werden können, kann dieser einmalige Wunsche eines Menschen überhaupt bindend geplant werden. Zu der Kostenfrage kommen noch weitere Faktoren dazu. Die Planung kann nur mit Erfahrung und der Motivation der Mitarbeiter etwas werden. Denn die Details der Reise an sich, wohin und wie ist diese überhaupt möglich, müssen ja auch festgelegt werden. Kann man zu dem Ort überhaupt mit diesem Spezialfahrzeug kommen, was passiert in einem Sonderfall und was ist mit der Besatzung schaffbar, sind nur einige Beispiele.

Immer mehr Organisationen (MHD, ASB, DRK usw.) und Orte oder Städte bieten diese komplizierte Wünsche Erfüllung an. Meistens kann jeder, der mindestens Rettungssanitäter ist, sich in diesem sozialen und besonderen Projekt beteiligen. Allerdings muss sich jeder vorher im Klaren sein, dass man meist todkranken Menschen ihr sich sehr gewünschtes Anliegen erfüllen kann, aber die große Gefahr besteht, dass Komplikationen auftreten und es um das Leben des Patienten geht.

 

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