Fahrzeuge und Fortbewegungsmittel

Fahrzeuge und Fortbewegungsmittel

Sandienste können an verschiedenen Orten stattfinden. Dort sind auch verschiedene Anzahlen an Besuchern und beispielsweise Fahrzeugen anzutreffen. Wir müssen aber möglichst schnell zum Patienten kommen.

Im Rettungsdienst gibt es je nach Landesrettungsgesetzen festgelegte Rettungszeiten, in denen die Einsatzmittel beim Patienten ankommen müssen. Oftmals liegen diese bei einem Wert von 10 Minuten. Oftmals in der Stadt einfacher zu erreichen als auf dem Land. Aber wir alle kennen ja die Videos von beißenden roten Ampeln, vorherheizenden Sportwagen und langsamen Busfahrern oder LKW-Fahrern. Eine Rettungsgasse ist ja für viele immer noch ein Fremdwort. Dabei ist es so einfach: Sich ein bisschen an der Spur nach außen zu orientieren und ein wenig Abstand zum Manövrieren sich frei zu lassen. Vielleicht wird das ja noch besser mit der Zeit.

Zurück zum eigentlichen Thema unserer Sandienste. Wir haben formell keine Zeit, die wir einhalten müssen bis wir zum Patienten gelangen. Natürlich sollte nicht erst in Ruhe der Döner aufgegessen werden und danach die PSA durch die Waschmaschine gejagt werden. Natürlich beeilen wir uns, aber rennen nicht selbst oder stoßen Passanten aus dem Weg. Nun sind wir bei der eigentlichen Frage: Wie kommen wir auf einem Sandienst zum Patienten.

Zu Fuß

Wir sind nun mal Menschen und fähig auf zwei Beinen uns fortzubewegen. Mal schnell mal weniger schnell. In Gebäuden oder in Zelten können wir uns nur zu Fuß fortbewegen, da die Menschenansammlung und die Infrastruktur eine andere Fortbewegung nicht zu lassen. Dabei ist man sehr flexibel, aber kann im Normalfall nur begrenztes Material mitnehmen. Möglich ist es ja den Sanrucksack, das EKG und Sauerstoff mitzunehmen. Alles was noch dazu kommt, braucht man im Normalfall sowieso nicht. Okay natürlich benötigen wir Mittel zum Tragen wie Trage oder Spineboard unter Umständen. Diese Dinge kann man dann aber auch nachholen.

Mit dem Segway / Fahrrad

Immer beliebter und eingesetzter sind Fortbewegungsmittel, die uns über eine längere Strecke schneller machen. Beispielsweise bei einem Stadtfest oder anderen Veranstaltung, die über ein größeres Areal stattfinden, können wir uns so schneller fortbewegen. Natürlich müssen die Wege oder die befahrbaren Flächen auch vorhanden sein. Durch eine volle Fußgängerzone ist es schon schwieriger mit dem Fahrrad und dem Material zu kommen. Die Segways erfreuen sich in der Freizeit und als Hobby immer größerer Beliebtheit. Natürlich sieht es auch cool aus, ist bequem und man kann sich schnell damit fortbewegen. Schnell können aber auch hohe Kosten durch leihen / kaufen / mieten in Verbindung mit der richtigen Einweisung entstehen. Für manche Gliederungen ist das einfacher und bezahlbarer als für andere. Möglich sind ebenso Sponsoren oder Spenden mit denen bei bestimmten Diensten diese Geräte benutzt werden können. Diese Segways sind extrem wendig und leicht zu bedienen, können schnell gefahren und gebremst werden. So kommt man durch volle Gassen leichter als mit dem Fahrrad und meist schneller als zu Fuß. Die vorgeschriebenen Helme stellen auch kein Hindernis dar, sondern schützen uns. Erweiterbar sind diese Segways durch Blaulicht LEDs oder / und Tröten oder andere akustische Signale. Leicht transportierbar sind ebenfalls so unsere Ausrüstung und das Material. Durch Halter oder mit Rucksäcken lässt sich Ausrüstung gut verstauen und mitnehmen. Bisher noch keine geprüfte und abgenommene Idee Patienten zu transportieren, hat die Ursprünge im wilden Westen. Zwischen den Segways könnte man Tragen montieren wie auf und mit Pferden. Solche Bastellösungen sollten im Ernstfall aber nicht eingesetzt werden ohne vorherige Prüfung und Übung. Das Leben des Patienten und unseres sollten nach den ersten Maßnahmen ja nicht wieder in Gefahr schweben.

Richtige Fahrzeuge

Motorrad oder Quad

Unter der Bedingung, dass Führerscheine vorhanden sind, gibt es die Möglichkeit auf motorisierte zwei oder ggf. vierräderige Fahrzeuge zu setzen. Bei Umzügen oder Rennen könnten so größere Entfernungen müheloser und schneller erreicht werden als mit Fahrrädern oder Segways. Hier sind natürlich auch wieder die Kosten ein großer Negativpunkt. Die Mitnahme von Ausrüstung und Material ist aber einfach durch Transportboxen zu regeln. Bei einem Quad könnten mit der richtigen Halterung auch Tragen befestigt werden umso Patienten zu transportieren. Natürlich nur bis zu einem Sammelpunkt oder zu einem qualifizierteren Fahrzeug.

 

MTW und BTW

Die meisten Organisationen haben meistens mehrere Sandienste gleichzeitig. Oftmals sind es aber auch Sandienste, bei denen keine große Gefahr oder Anzahl an Verletzungen zu erwarten ist. Beispielsweise bei Tagungen oder Versammlungen. Natürlich kann sich auch einer den Finger klemmen oder brechen als Beispiel, aber da hilft uns der KTW in erster Linie nicht weiter. Durch die Benutzung dieser Fahrzeuge kommt man gut und einfach zum Sandienstort. Außerdem hat man nun auch einen Behandlungsraum sollte keiner in der Halle o.ä. vorhanden sein. Natürlich muss man drauf achten, dass man nicht mit der offen arteriellen Blutung die Sitze vom neusten BTW verschandelt oder über den Einsatzrechner eine Ladung Erbrochenes vorfindet.

 

KTW und RTW

Dies sind die richtigen Fahrzeuge im Rettungsdienst und oftmals auch im Sandienst. Mit ihnen ist eine qualifizierte Behandlung unser Patienten möglich. Dazu können wir die Einsatzorte schnell erreichen, wenn es das Gelände zulässt. Bei Veranstaltungen haben wir einen guten Behandlungsraum, den wir auch leicht wieder desinfizieren und zurück in den Ursprungszustand bringen können. Ausgestattet je nach Norm und Vorschrift sind viele Geräte zur Diagnostik und zur Behandlung vorhanden. Eine Menge an Material und Möglichkeiten zur Behandlung vervollständigen das Fahrzeug. Diverse Tragemöglichkeiten können ebenfalls vorhanden sein.  Natürlich brauchen wir für diese Fahrzeuge auch die richtigen Führerscheine. Ebenso sind die richtigen medizinischen Fähigkeiten und Qualifikationen gefragt sowie gefordert. Einen RTW beim Sandienst kann man aber auch als KTW laufen lassen, sodass nicht unbedingt der RA mit dabei sein muss. Allerdings sollten die auf dem Fahrzeug befindlichen Kräfte schon mit ihren Qualifikationen zur Bezeichnung passen, auch bei einem Sandienst.

 

Je nach Sandienst und vor allem Ort werden vom Einsatzleiter bzw. dafür Verantwortlichen die richtigen Fahrzeuge oder Fortbewegungsmittel entsprechend verteilt. Natürlich darf man auch immer wieder gerne Vorschläge machen. Vielleicht gibt es in naher Zukunft auch Jetpacks mit denen wir noch schneller beim Patienten sein können. Bis dahin heißt es entweder motorisiert oder auch nicht schnell zum Patienten zu gelangen und im Endeffekt laufen muss man immer.

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