Die RettMobil

Nach mehreren Jahren des nicht-hinfahren-könnens konnte ich in der vergangenen Woche wieder zur Messe RettMobil in Fulda fahren.

Für wen lohnt sich ein Besuch?

Über verschiedene Medien bekommt man vorab ein unterschiedliches Bild der Messe. Zum einen ist es eine Fachmesse, zum anderen wird die Messe überschattet von dem Ruf, dass „Rettungsrambos in voller Dienstbekleidung mit möglichst vielen Holstern und 3 Meldern am Gürtel alle möglichen Sachen abgreifen wollen“ (Beschreibung aus einem Forum). Also, für wen lohnt sich ein Besuch?

Zunächst einmal: Die Messe ist eine Fachmesse. Dadurch, dass viele Hersteller und Vertriebe dort vertreten sind, ist dort eine Kontaktaufnahme möglich. Gerade, wenn Neuanschaffungen geplant sind, kann man dort viele Hersteller finden, mit ihnen über die Geräte sprechen und sie sich vorführen lassen. Die Aussteller sind durchweg freundlich, haben gute Kenntnisse ihrer Produkte und möchten vor allem eines: Fragen beantworten. Logischerweise, denn nur wenn der Endkunde von dem Produkt überzeugt ist, ist der Verkauf sogut wie sicher.

Aber auch für nicht-Einkäufer ist die Messe interessant. Man bekommt viele Eindrücke von dem aktuellen Stand der Technik, kann viele Ideen mitnehmen.

Leider ist der Satz aus dem Forum auch wahr. Man sieht viele Gruppen, in ihrer vollen Dienstbekleidung, teils bei 25 Grad und mehr, die trotzdem ihre dicken Rettungsdienstjacken tragen. Darauf hat sich auch ein Teil der Aussteller eingestellt. An Verkaufsständen gibt es alles das zu Messepreisen zu kaufen, was das Sanitäterherz begehren mag.

Wie sollte ich mich auf der Messe verhalten?

Es kommt nun darauf an, was ich möchte. Möchte ich vor allem Informationen haben, kann ich nur empfehlen, die Dienstbekleidung zuhause zu lassen und in lockerer Kleidung die Messe zu besuchen. Die Dienstkleidung bewirkt hier vor allem eines: Man wird auch von den Ausstellern als Endanwender erkannt, der aber in der Regel nichts zu der Kaufentscheidung beiträgt. Also hat man gute Chancen, Kullis abzugreifen, aber an tiefergehende Informationen kommt man eher schwer dran. Der Name der Firma soll bekannt sein, das ist eben das Ziel von Werbegeschenken. Doch wird schon bei der Ansprache der Interessenten eher auf diejenigen gesetzt, die nicht mit der Jacke und der Aufschrift: „Heinz Müller, Einsatzsanitäter“ (Name geändert 😉 ) über die Messe läuft.

Was gibt es zu bestaunen?

Es sind alle Ausbauhersteller dort vertreten. Da sich der Sanitätsdienstbereich eher selten einen kompletten Neubau leisten kann, ist eher die andere Seite der Halle interessant. Seien es die pinken Einsatzstiefel für die Damenwelt, die Taschen- und Rucksackhersteller, ein Besuch lohnt sich. Zum einen hat man das meiste aus dem Angebot der Aussteller vor Augen, zum anderen kann man teilweise Produkte ausprobieren. Ein Hersteller von einem Gel gegen Verbrennungen ließ es sich nicht nehmen, das Produkt vorzuführen und tatsächlich, es kühlte an dem warmen Frühlingstag die Haut auch ohne Verbrennung gut, ohne zu kalt zu werden.

Kommen wir nun zu den Preisen:

Der Eintritt beträgt 10€, oft werden aber auch Freikarten von Ausstellern an Kunden verschickt. Parken ist kostenfrei. Die Preise für Nahrung sind Kirmespreise, also bleiben sie unter den von großen Messen wie der Cebit oder der Intermot bekannten utopischen Preisen. Die Schlangen vor den Imbissbuden sind erträglich. Dennoch kann ich empfehlen, genug Flüssigkeit mitzunehmen. Die Zelte der Messe können schon ganz schön warm werden. Die Messe öffnet um 9 Uhr, ich kann empfehlen, auch direkt gegen 9 anzukommen, denn man kann wirklich die ganze Zeit bis 17 Uhr auf der Messe verbringen, auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht.

Abschließend kann man sagen: Nach Jahren war ich dieses Jahr dort wieder einmal. Es war sehr informativ. Ich hatte allerdings auch meine eigene Mission auf der Messe, sodass ich gegenüber allem sehr aufgeschlossen war.

Zum Ende unseres Besuches hatten wir noch die Möglichkeit, eine Geländefahrt mit einem Unimog mitzumachen. (Huuuiiiiiiiiii!) Zum Abschluss wurden wir noch mit einem Shuttle-Fahrzeug zu unserem Fahrzeug chauffiert. Der abschließende Besuch der Eisdiele in der Innenstadt Fuldas war natürlich bei dem sonnigen Tag ein gutes Ende, bevor wir unsere 3-stündige Heimreise antraten.

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