die letzten Sandienste

Zwischen Arbeit anderen Hobbys und dem Privatleben bleibt nicht immer Zeit für Sandienste oder Zeit um zu Dienstabenden zu fahren und dort etwas zu tun oder zu lernen. Allerdings gibt es solche Zeiten im Ehrenamt nun mal öfters. Da passiert es, dass ich meistens eher spontan auf Diensten aushelfe oder nur bestimmte Teildienste übernehme. Es ist nicht die beste Wahl, aber auch das ist mein Ehrenamt. Zum Glück für die Menschen passiert nun auch wenig auf den Sandiensten.

Ich glaube, wenn man mal eine Topliste der Patienten der letzten Zeit anlegen würde, wären folgende Situationen die TOP 5. Innerhalb der fünf besten kann ich bei mir persönlich, aber nicht sagen welches davon der absolute Spitzenreiter ist.
Fangen wir mit dem kleinsten Problem an. Auch bei sehr beruhigten Diensten gibt es immer wieder Plätze oder Stellen, bei denen sich die Patienten die Haut aufschlitzen. Wenn sie selbst nicht mit einem Taschentuch oder sonstigem sich selbst behelfen, bekommen wir davon nun ja auch nichts mit. Besser wäre natürlich ein steriles Pflaster auf dieser Wunde, dass sehen aber natürlich nicht alle so.

Bei den Menschen unterschiedlichen Alters kommen viele Dinge zusammen die man unter leichtem Unwohlsein oder Kreislaufschwäche oder Schwindelgefühl zusammenfassen lassen. Oftmals bin ich bei Sandiensten, die abends stattfinden. Die meisten haben den ganzen Tag gearbeitet oder waren unterwegs sodass der Körper schon einiges hinter sich hatte. Oftmals stellen wir dann in unserem Sanraum fest, dass es jetzt erstmal genug für den Patienten war. Mit Ruhe und vor allem kein stressiges Umfeld entspannt sich die Lage meist schon. Ein bisschen Wasser und sich hinlegen oder bequem hinsetzen sind weitere Hilfen. Nach dem Ermitteln und Erfassen der Vitalwerte fällt meistens nichts auf, sodass wir keine weiteren Maßnahmen ergreifen müssen.

Wo Treppen sind oder Tische und Stühle stehen kann man sich stoßen, stolpern und hinfallen. Gut dass passiert nicht immer und manchmal reicht auch der Boden an sich, dass Patienten sich verletzen. Unterschiedliche Regionen des Körpers sind dann betroffen. Von den Extremitäten, wo Prellungen oder ähnliches auftreten bis hin zu Kopfverletzungen können auftreten. Meistens hilft ein Kühlpack und ein bisschen ausruhen. Ist der Kopf mitbetroffen gilt schon mehr Achtsamkeit. Die Vitalwerte sind hier wichtig genau, wie das abtasten des Kopfes. Weitere Tests wie die Kontrolle der Pupillen und beispielsweise überprüfen ob der Patient mit geschlossen Augen stehen bleiben kann, ohne zu wackeln oder sich festzuhalten, geben uns weitere Hinweise. Sollte nach einer Pause und keine deutlichen Hinweise auf weitere Verletzungen o.ä. der Wunsch des Patienten bestehen zu gehen, können wir ihn auch gehen lassen. Kann der Patient selbst nicht mehr richtig aufrecht stehen oder Probleme haben bei den Denkvorgängen müssen wir weitere Kräfte wie der RTW nachgefordert werden.

Bleiben wir beim späteren Abend und es gibt alkoholische Getränke haben unsere Patienten meistens da das Problem mit. Da gibt es natürlich verschiedene Arten wie sich das äußert, vom kotzenden Patienten bis hin zum bewusstlosen. Hier ist es oftmals wichtig für uns, uns um den Patienten auch zu kümmern. Klar er hat es sich selbst zugefügt, aber wir sind nun für ihn verantwortlich und da hilft es nicht, wenn wir ihn noch zusätzlich stressen. Oftmals ist akut nicht viel zu machen und somit bleibt eher die Betreuung unsere Aufgabe. Ist es schlimmer oder für den Patienten bedrohlicher fordern wir nach unseren Möglichkeiten den RTW an.

Als letztes nicht ganz ernst gemeint, gibt es das große Phänomen der Fragen. Bei diesem Problem haben die Patienten die verschiedensten Bedürfnisse wie auf die Toilette zu müssen, ohne zu wissen wo diese sich befindet. Weiterhin von uns aufgeklärt zu werden, dass unser RTW nun mal kein Krankenwagen ist oder sich ein Pulsoxy nur für uns als Hilfe nützt und nicht weh tut o.ä. Auch diese Fälle müssen wir lösen und unsere Patienten betreuen.

Es bleibt auch trotz diesen Patienten oftmals immer viel Zeit für andere Dinge. Vielleicht habt ihr die Dinge auch schon gemacht., Neuerdings haben wir unter LINKS weitere Blogs aufgeführt, die ähnliche Bereiche der Medizin und des Rettungsdienstes beschäftigen. Dort können wir auch noch etwas lernen und natürlich die Zeit sinnvoll und entspannt nutzen. Dazu kommt die regelmäßige Lektüre der Fachbücher damit wir uns sicher sein können, dass unser RTW auch ein Rettungswagen bleibt, auch wenn der Großteil der Bevölkerung es als Krankenwagen bezeichnet.

Dies waren also wieder ein paar Erlebnisse und Erfahrungen der letzten Sandienste. Viel passiert nicht, aber es gibt ja Übungen die definitiv mehr Action bieten und dadurch, dass man einen Patienten spielt, auch noch was für seine Arbeit mitnehmen kann. Darüber kann man halt leider nicht so viel berichten wie man es möchten würde, aber da kann man immer wieder nur appellieren, dass jeder sich aus den Rettungsdienst und Sandiensten mal bei einer richtigen Übung auf der anderen Seite wiederfindet.

 

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