Das Klinikpraktikum im Rahmen der Rettungssanitäter-Ausbildung – Teil 2

Letzte Woche berichtete ich Euch von den ersten zwei Wochen meines Praktikums in der zentralen Notaufnahme. Heute soll es um die folgenden zwei Wochen in der Anästhesie gehen.

Zu Anfang prasselten viele Informationen auf mich ein: Die unterschiedliche Vorbereitung der Patienten, die verschiedenen Medikamente und viele neue Kollegen auf die man traf. So wurde mir erklärt, dass immer vier Bestandteile vorzubereiten seien: Der venöse Zugang, die Medikamente, die Überwachung des Patienten (EKG, Blutdruck und Sauerstoffsättigung) und die Beamtung des Patienten. Auch wurde mir erklärt, dass die Anästhesie aus drei Bestandteilen, nämlich Schlaf-, Schmerzmittel und Muskelrelaxanz, besteht. Aber auch im OP-Saal selber wurde mir sowohl von den Chirurgen als auch von dem anwesenden Anästhesisten sehr viel erklärt und gezeigt.

Auch durfte ich dann schon einmal Maskenbeatmung üben und auch mal mit dem Laryngoskop in den Mund-Rachen-Raum blicken und beim Intubieren helfen. Beim Umlagern und Lagern während der OP durfte ich auch helfen, ebenso wie die Patienten an das Monitoring anschließen.

An den folgenden Tagen wurden mir dann mehr und mehr Aufgaben zugewiesen. So ließ mich der Anästhesiepflegr viel vorbereiten, also Infusion vorbereiten, Patient lagern, Medikamente aufziehen. Weiter konnte ich – zunächst bei schon narkotisierten Patienten – einen Zugang legen und die Infusion anschließen. Das Zugang legen hatte man zwar an der Schule an einem Übungsarm trainiert, jedoch ist es noch einmal etwas ganz anderes, dies an einem echten Arm durchzuführen. Zum Glück wurde ich super angeleitet, sodass der Zugang auf Anhieb klappte.

Bei den Operationen achtete ich eher darauf, dass diese kürzer waren, sodass ich viele Narkose-Einleitungen begleiten konnte.

 

In der letzten Stunde des Tages ging ich immer in den Aufwachraum und durfte dort helfen. Hier galt es eben Patienten zu überwachen, Werte zu kontrollieren und einzutragen, Blutgasanalysen zu machen oder einfach auch mal Verbrauchsmaterialien aufzufüllen oder aufzuräumen.

Am letzten Tag wussten natürlich die meisten, dass ich schon bald wieder weg war und ich durfte nochmals einige Male mit Larynxmaske intubieren und ganz viel mit Maske beatmen, was jetzt auch wirklich gut funktionierte – und in Zukunft hoffentlich auch weiterhin funktionieren wird!

Insgesamt waren die 80 Stunden Anästhesie-Praktikum viel zu kurz – doch ich konnte vieles Lernen, was auch im Rettungsdienst gebraucht wird. Es waren alle sehr freundlich und ich konnte sehr viel sehen und bekam alle Fragen beantwortet.

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